Verena Hugentobler
Praxis für klassische Homöopathie
kant. appr. Naturheilpraktikerin
Rohrenzelgstrasse 8a
8596 Scherzingen
+41 71 688 36 66
inf[email protected]mprax.qquchyrh9

Im Thurgau am Bodensee - in der Nähe von Kreuzlingen, Konstanz, Romanshorn und Weinfelden.

Beispiel 1

Das Mädchen besuchte mich vor einiger Zeit mit seiner Mutter in meiner Praxis.

Es klagt über starke Prüfungsangst. Diese sei so extrem, dass sie vor einer Prüfung nicht einschlafen kann und jeweils in der Nacht von Sonntag auf Montag lange wach liegt.
Sie leidet an starken Bauchschmerzen mit saurem Aufstossen, begleitet von Übelkeit.
Diese sind schlimmer vor der Schule. Manchmal sind die Bauchschmerzen so stark. dass das Mädchen nicht zur Schule gehen kann.

Fast täglich leidet sie an dumpfen persistierenden Kopfschmerzen, welche die Konzentration behindern. Diese Kopfschmerzen können sich nach Prüfungen zu migräneartigen Beschwerden entwickeln. Dabei leidet das Mädchen zusätzlich unter Übelkeit und Erbrechen und kann kein Licht ertragen.
Vor den Prüfungen ist sie so nervös, dass sie nicht mehr fähig ist, einen klaren Gedanken zu fassen. Sie kann sich nicht mehr konzentrieren, obwohl sie sich gut für die Prüfung vorbereitet hat.

Diese Ängste sind für das Mädchen sehr schlimm, da sie sehr ehrgeizig ist. Die Mutter berichtet, dass sie beim Spielen immer gewinnen wolle. Wenn das einmal nicht der Fall sei, beginne sie herumzutoben, laufe davon und wolle nicht mehr weiter spielen.
Mit ihren zwei Schwestern habe sie oft Streit. Sie will immer bevorzugt werden und verträgt es nicht, wenn eine ihrer Schwestern gute Noten heimbringt, im Spiel gewinnt oder von den Eltern positive Rückmeldung bekommt.

Behandlung

Das Mädchen bekommt von mir nach der ausführlichen Anamnese ein homöopathisches Mittel in Tropfen zur täglichen Einnahme.

Schon bei der nächsten Konsultation berichtet sie mir, nur noch einmal ganz zu Beginn der Behandlung an Bauchschmerzen gelitten zu haben. Die chronischen Kopfschmerzen treten nur noch selten auf. Einmal hatte sie eine Migräne. Die Mutter hat zudem beobachtet, dass es daheim mit den Schwestern viel weniger Streit gegeben hat.

Nach zwei Monaten hat das Mädchen keine Bauchschmerzen und keine Kopfschmerzen mehr. Sie kann viel besser schlafen. Die Nervosität in Bezug auf Prüfungen ist zurückgegangen. Ihre Noten sind besser geworden, weil sie sich während den Prüfungen besser konzentrieren und ruhig bleiben kann und auch in der Nacht gut geschlafen hat. Nach einem halben Jahr können wir die Behandlung abschliessen.

Das Mädchen hat keinerlei Beschwerden mehr.
Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen, Uebelkeit und Kopfschmerzen sind nicht mehr aufgetreten.
Die schulische Situation hat sich entspannt, sie kann im Sommer mit recht guten Noten in die Oberstufe übertreten.
Mit den Geschwistern geht das Zusammenleben besser, es gibt viel weniger Streit.

Beispiel 2

Ein siebenjähriger Junge kommt zu mir in die Sprechstunde. Er hat keine Haare mehr. Vor etwa zwei Monaten begannen die Haare büschelweise  auszufallen. Schulärztliche Abklärungen ergaben keinen Hinweis auf krankhafte Ursachen. Das Kind ist sonst gesund, es gibt keine Erklärung für den massiven Haarausfall.
Das Kind hatte zuvor wunderbar dickes und fülliges Haar.
Bei der Erstanamnese fällt mir auf, dass sich das Kind sehr reserviert gibt. Es zeigt keinerlei emotionale Regungen und scheint sehr kontrolliert.
Beim meiner Frage, ob es in letzter Zeit einschneidende Ereignisse gegeben habe, erwidert die Mutter, ihr Vater sei gestorben. Der Junge hatte eine sehr starke Bindung zum Grossvater. Sie haben ganze Tage miteinander im Wald verbracht. Der Grossvater hat sich dem Kind sehr angenommen. Als der Junge vom Tod des Grossvaters erfahren hatte, konnte er nicht weinen. Er kann auch nicht über seinen Kummer und seine Befindlichkeit sprechen.
Die Mutter erzählt, das Kind hätte ihr nie Sorgen bereitet. Es sei sehr ?pflegeleicht? und sei auch in der Schule gut integriert.

Behandlung

Dar Junge bekommt von mir ein homöopathisches Mittel in Tropfenform zur täglichen Einnahme.
Nach zwei Wochen beginnen die Haare wieder zu wachsen.
Das Kind weint seit einiger Zeit, was schon lange nicht mehr vorgekommen ist.

Nach sechs Wochen hat das Kind wieder überall ganz kurze Haare auf dem Kopf. Es ist nur  noch  eine Frage der Zeit, bis er wieder seine volle Haarpracht haben wird.
Das Kind könne nun besser über seine Gefühle sprechen, es sei offener geworden, berichtet die Mutter.

Nach vier Monaten setzen wir die Tropfeneinnahme ab.

Es geht dem Jungen nun schon seit einigen Jahren gut.

Beispiel 3

Eine Mutter kommt mit ihrem zwanzig Monate alten Kleinkind in die Praxis.
Der Junge leidet, seit er ein Monat alt ist, an wiederkehrenden Mittelohrentzündungen.
Insgesamt hatte er schon fünfzehn Mittelohrentzündungen.
Mit neun Monaten wurden ihm für den Abfluss des Eiters Röhrchen ins Trommelfell gesetzt. Zwei Monate später kam es bereits wieder zu einer Mittelorenzündung.
Die Mittelohrenzündungen verlaufen eiterig mit durchgebrochenem Trommelfell.
Es kann sein, dass schon zehn Minuten, nachdem das Kind über Ohrschmerzen klagt, stinkender übelriechender Eiter aus dem Ohr fliesst.
Das Kind nimmt seit drei Monaten täglich Antibiotika ein. Trotzdem hat es starke Ohrenschmerzen, die mit Schmerzmitteln behandelt werden.
Seit drei Monaten läuft der Eiter mehr oder weniger stark aus den Ohren.  
Meist hat der Junge dazu dickflüssigen, eiterigen Schnupfen.
Während den Schmerzen ist er sehr unruhig. Er bohrt in den Ohren und jammert viel.

Da er nach der dritten Impfung Di-Te-Per, Polio, Hib immer noch keine Antikörper gebildet hat, wurde eine fragliche Immunschwäche abgeklärt, welche sich aber nicht bestätigte.
Die Grösse der Mandeln ist unauffällig. Deshalb besteht schulmedizinisch keine Erklärung für die wiederkehrenden Mittelohrentzündungen.

Behandlung

Der Junge bekommt das homöopathische Mittel in verschiedenen Gaben.
Innerhalb zweier Wochen verschwinden die Schmerzen, der Ohrfluss hört auf.
Es kommt während der nächsten Zeit nochmals akut zu zwei Mittelohrentzündungen, welche erfolgreich mit homöopathischen Mitteln behandelt werden.
Seither hat das Kind nur noch selten Schnupfen. Es hat keine Mittelohrentzündung mehr gehabt.

Beispiel 4

Eine junge Frau kommt mit einer schweren Polyarthritis - welche vor sieben Jahren begonnen hat - in die Praxis.
Die Schmerzen sind vor allem in den kleinen Gelenken, Finger-, Zehen-, Hand-, und Fussgelenke am schlimmsten. Auch hat sie wandernde Schmerzen in den Knien, Ellbogen, Schulter- und Hüftgelenken. Es zeigen sich zeitweise starke Schwellungen an Händen und Füssen.  
Am Morgen kommt sie trotz starker Schmerzmittel und gezielter Physiotherapie fast nicht aus dem Bett. Zeitweise kann sie sich nur mit Stöcken vorwärts bewegen.
Sie geht ganz steif und kann in den Fussgelenken nicht mehr abrollen. Um sich bewegen zu können, muss sie sich morgens lange unter die warme Dusche stellen. Danach wird es möglich, dass sie sich anziehen kann, was aber mehr als eine halbe Stunde dauert.
In den Händen sind die Schmerzen so stark, dass die häuslichen Arbeiten zur Qual werden. Putzen, Kochen, Gemüseschneiden, Wäscheaufhängen und einen Lappen auswinden sind Dinge, die nahezu unmöglich geworden sind.
Sie kann seit bald einem Jahr ihrer Arbeit als Bäckerin nicht mehr nachkommen.
Eine Umschulung steht zur Sprache, was sich die junge Frau nicht vorstellen kann.
Sie weiss nicht, wie sie die Tage trotz starken Schmerzmitteln und Kortison -Therapie über die Runde bringen soll.

Zum Glück kann sie - seit es ihr so schlecht geht - wieder bei ihren Eltern wohnen. Die Mutter kümmert sich um sie und hilft ihr wo immer es nötig ist.  
Zeitweise ist die junge Frau sehr entmutigt, sie möchte ihre Selbständigkeit wieder erlangen und ihre Eltern nicht dauernd belasten. Sie macht sich große Sorgen um die Zukunft.

Begleitend zu den schweren Gelenkschmerzen leidet sie an wiederkehrenden Augenentzündungen, Nebenhöhlenentzündungen und starken Blähungen mit Verstopfung.

Behandlung

Schon nach einem Monat nach der ersten Einnahme des homöopathischen Mittels geht es der Frau bedeutend besser. Die Schmerzen sind erträglich geworden, die Morgensteifigkeit hat abgenommen. Ihre psychische Verfassung ist besser geworden.

Nach acht Wochen kann die Frau morgens ohne Steifigkeit aufstehen. Die Schmerzen sind bedeutend weniger stark. Die Stöcke hat sie nicht mehr gebraucht.
Sie hat keine morgendlichen Duschen mehr nötig, braucht aber immer noch Schmerzmittel.
Die Schwellungen in den Gelenken haben abgenommen.

Zwölf Wochen später geht es der Frau viel besser. Sie steht morgens mit leichten Anlaufschmerzen auf. Sie kann mit den Füssen gut abrollen und braucht keine Schmerzmittel mehr.
In den Fingergelenken hat sie sozusagen keine Schmerzen mehr.
Sie kann nun einen Lappen ohne Schmerzen auswinden. Ihren häuslichen Arbeiten kann sie nachgehen und hat sogar ihre vor Jahren angefangene Strickarbeit hervorgeholt.

Acht Monate später geht es der Frau sehr gut. Sie hat außer einer leichten morgendlichen Steifigkeit keine Beschwerden mehr. Die Schmerzen sind vollständig verschwunden.
Sie hat sich wieder eine Wohnung gesucht und ihre Arbeit als Bäckerin wieder an der alten Stelle aufnehmen können.
Sie kann den Haushalt ohne Hilfe erledigen und sogar ihren Hobbys wie Stricken und Basteln nachkommen.
Seit der homöopathischen Therapie hatte sie weder Augen- noch Nebenhöhlenentzündungen.
Die Beschwerden mit der Verdauung haben sich sehr gebessert. Sie leidet nur noch selten an Verstopfung.
Wir können die homöopathische Behandlung beenden.

Vierzehn Monate danach kommt es durch einen Kälteeinbruch zu einem Rückfall. Die Frau bekommt das gleiche Mittel in einer einmaligen Gabe.
Schon nach wenigen Wochen geht es der Frau wieder gut.
Seither braucht  die Frau kein homöopathisches Mittel mehr, sie ist beschwerdefrei.

Beispiel 5

Ein dreissigjähriger Mann besucht mich in der Praxis wegen chronischer Übelkeit, begleitet von starken Durchfällen und massiven Bauchkrämpfen.
Die Beschwerden sind seit zwei Jahren mehr oder wenige stark belastend.
Seit einem Auslandaufenthalt, wo der Mann akut an einer schweren Magen-Darm-Infektion erkrankte (vor sechs Monaten), haben die Beschwerden massiv zugenommen.
Der Mann leidet an plötzlichen Durchfällen, begleitet durch starke Bauchschmerzen.
Die Beschwerden bleiben über Wochen und bessern sich kaum, auch bei strenger Einhaltung von diätetischer Kost. Der Mann hat beobachtet, dass bei de Einnahme von gewissen Nahrungsmitteln (Eier, Kartoffen, Nüsse) sich die Magendarmbeschwerden massiv verschlimmern können.
Die Übelkeit ist so stark, dass es ihm zum Teil nicht möglich ist, zur Arbeit zu gehen.
Begleitend zur Übelkeit hat er oft Herzrasen mit Schweissausbrüchen.
Der junge Mann hat über zwölf Kilogramm abgenommen. Auch klagt er über extreme Müdigkeit.
Er berichtet, dass er sich wenn immer möglich hinlegen muss. Wenn er von der Arbeit heim kommt, muss er sich ins Bett legen.

Schulmedizinische Abklärungen ergaben keinen krankhaften Befund.
Die schulmedizinischen Behandlung konnte die Übelkeit und die Durchfälle auch bei täglicher Einnahme von Medikamenten kaum lindern.

Behandlung

Der junge Mann bekommt homöopathische Tropfen zur täglichen Einnahme.
Schon nach zwei Wochen ist der Mann nicht mehr so müde. Er ist zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder am Abend ausgegangen.
Er hat keine Durchfälle mehr gehabt. Die Bauchschmerzen und die Übelkeit haben stark abgenommen.
Er hat kein Herzrasen mehr gehabt.

Nach sechs Wochen fühlt sich der Mann sehr wohl. Er isst wieder Kartoffeln, ohne danach an Beschwerden leiden zu müssen.
Die Übelkeit und die Bauchschmerzen sind nur noch selten, dies dann  aber im Zusammenhang mit Stress.
Durchfälle sind keine mehr aufgetreten.
Der Mann hat Energie und geht nun abends wieder öfter aus.

Nach zwölf Wochen geht es dem Mann viel besser.
Er ist ganz beschwerdefrei, obwohl er Nahrungsmittel isst, die er vorher nicht vertragen konnte.